Col des Saisies bis Cormet de Roselend

Allerdings ist es eine sehr kurze Nacht. Susis Reizdarm schlägt mal wieder zu…  Somit kommen nur 4 bzw. 1,5 Stunden Schlaf zusammen. Frauseits vor Schmerzen, mannseits vor Sorge und Milchstraße fotografieren!*Ohohhh*
Das sind nicht die besten Voraussetzungen um den angedachten Klettersteig Via Feratta Roc du Vent in Angriff zu nehmen.

Aber mal abwarten und erst mal an den Cormet de Roselend hinfahren und mal alles anschauen. Wia hoast’s: Wart mer moi, dann seh’n mer scho! 😉

Schon die Fahrt zu dem 1968 Meter hohen Pass ist suuuuper schön! Kein Wunder zählt er zu den schönsten Alpenpässen Europas. Die Baumgrenze ist erreicht, somit ist Platz für scheinbar endlose, saftig grüne, satt blühende Almwiesen, die in herrlichem Kontrast zu dem Türkis des Lac de Roselend stehen!

Diese zauberhafte Gegend verleiht uns soviel Energie, dass schnell entschieden ist: Wir probieren’s! Umkehren kann man ja auch immer noch!
Also Helme, Gurte, Klettersteig-Sets, Handschuhe und Brotzeit zamrichten und los geht’s.

In diesen Steig solls gehen! – dieVia Ferrata Roc du Vent

Nach ca 1 Kilometer Zustieg sind wir dran;)

Für die 6,5 Kilometer und 570 Höhenmeter brauchen wir 5 1/2 Stunden. Der absolut sichere, herrlich angelegte Steig der Schwierigkeit D+ zusammen mit dieser wunderbaren Bergwelt lädt uns so voll mit Energie, dass die suboptimale Nacht keine Rolle spielt!*Hammergeil*

Er erfordert allerdings absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der 360 – Panorama-Blick auf 2360 Hm ist Belohnung für jeden Schritt und für jedes Ein- und Umhängen! Einfach wieder einmal LetztendlichGenial!!

Ein besonderes Highlight dieses Steigs ist auf jeden Fall die 20 Meter lange Drahtseil-Brücke kurz vor dem Gipfel, die zwei Felsnasen miteinander verbindet! *sauguad*

zum Gipfelglück;)

Ein weiteres, ganz besonderes Erlebnis, sind allerdings auch die irre artenreichen Blumenwiesen. Ganz oben ist sogar das seltene Edelweiß zu finden! *BesserGehtNicht*

Der letzte Abschnitt des abwechslungsreichen Rundwegs ist ein etwa 100 Meter langer Tunnel, der durch den Berg wieder auf die richtige Talseite führt! *Sensationell*

Was wir auch sensationell finden, ist der ältere Herr, der kurz nach uns, am Ende des Tunnels ankommt. Ein kurzes Gespräch entwickelt sich. Er erzählt, dass er in Chamonix wohnt, 72 Jahre alt ist, eine künstliche Hüfte und ein neues Knie hat – unfassbar! Also Leute, es ist noch Luft nach oben! *vollkrass*

Ziemlich platt unten angekommen, belohnen wir uns erst einmal mit einem obligatorischen Eis;)

Die Schlafplatzsuche gestaltet sich heute etwas komplizierter, da es auf dem Pass – zu kalt, auf der Abfahrt des Passes – kein Internet…

… zwischendurch – zu Ski-Arena-verbaut ist und wir erst hinter dem ebenso wiedersprüchlichen Val d’Isere einen passenden Platz finden!

Widersprüchliches Val d’Isere

Jajaaaa, die Ansprüche… *grübel*

So geht erst um 19 Uhr ein absolut genialer Tag zu Ende. Morgen wird’s ein ruhiger!

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