Von Schlunden und Schluchten

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Was für ein tolles Tal, dieses Vallée de la Dordogne! Charmant-französische Orte, wie Beynac-et-Cazenac oder La Roque-Gageac mit ihrem außergewöhnlilchen Baustil säumen das sich schlängelnde Ufer. Ein Eldorado für Wanderer und Kanuten, die wiederum die Straße säumen 😉

Ein bisschen kommen wir uns vor, wie an der Amalfi-Küste. Das Leben findet mit und auf den zum Teil sehr engen und belebten Ortsdurchfahrten statt.

Irgendwie arrangieren sich Menschen, Autos, Womos, Busse und Traktoren und ergeben ein grandioses Gesamtbild! Das macht großen Spass!

Ein bisschen schade finden wir’s schon, als das Tal breiter wird und dafür großzügigem Walnuss- und Wein-Anbau Platz macht. So viiiele tolle Walnussbäume wie hier haben wir noch nie auf einem Haufen gesehen! Da ist das Müsli für die nächsten Jahrzehnte gesichert;)
Mittlerweile haben wir dem Périgord Adieu gesagt und sind im Departement Lot.
Unser nächstes Vorhaben wird auch das letzte an der Dordogne sein. Ca 4km von einer der endlos vielen Schlaufen des 480 Kilometer langen Flusses entfernt liegt das Gouffre de Padirac. Gerade als wir uns fragen, ob wir uns vielleicht verfahren haben, taucht die kleine 155 Einwohner zählende Gemeinde auf! Alles ist wie ausgestorben! Nur das Loch ist da;)

Aber: Heute ist Freitag und das Gouffre geschlossen…*puh*
Zu unserer Beruhigung können wir online Tickets (18,50 pro P.) für morgen buchen*sehr fein*…So können wir mit der Elli quasi ‘Fuchs passen’ *grins*

Bereits 1889 hat ein Höhlenforscher namens Edouard Alfred Martel begonnen, das 75 Meter Tiefe riesige Loch, mit seinen 33 Metern Durchmesser intensiver zu erforschen. Zusammen mit einem Spezl entdeckt er eine fantastische unterirdische Welt, um sie ein Jahr später der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Mittlerweile führt eine 455-stufige Treppenturm und sogar ein Lift hinab auf den Grund. Von dort gelangen pro Jahr rund 390.000 Besucher (wir natürlich auch) einen Pfad entlang der ausgewaschenen Röhre des unterirdischen Flusses, der hier seit ungefähr 2 Millionen Jahren seinen Weg zieht und dessen Wasser unglaubliches vollbracht hat!

Danach bringt uns ein Boot über den Fluss zum ein Kilometer langen Hauptteil der außergewöhnlichen Tropfsteinhöhle!

Wir können nur sagen: Jeder einzelne Zentimeter, den wir hier sehen und erleben dürfen lohnt sich.

Erstaunlicherweise entsteht während der Besichtigung nie das Gefühl, dass hier Massen ‘durchgetrieben’ werden*freu*. Erst beim Warten auf den Lift wird uns gegenwärtig, dass im Schnitt 100 Menschen pro Stunde dieses einzigartige Wunder der Natur besichtigen.

Kleine Planänderung…

An und für sich sollte unser Rückweg uns über die Schweiz und deren Berge führen. Nur leider ist dort derart lausiges Wetter vorhergesagt, dass wir glatt beschließen ans Mittelmeer zu fahren. Entfernungstechnisch ist es sowieso sehr ähnlich… Na dann, ab an’s Meer!

Wie immer schauen wir, was es entlang unserer Reiseroute denn so für interessante Sachen gibt und stoßen dabei auf den Canyon ‘Trou de Bozoul’.

Und wie genial! In dieser Stadt gibt es sogar einen tollen kostenlosen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung. Also legen wir da unseren Nacht-Stopp hin.
Unser neuer Weg führt uns letztendlich am abwechslungsreichen Lot entlang bis fast nach Bozoul – da kann unsere Bergfex Elli wieder richtig glänzen!

In Bozoul angekommen, stellen wir fest, die ganze Stadt ist genial!

Erbaut wurde sie an den ‘Ufern’ einer engen Fluss-Schlinge des fleißigen Dourdou. Dieser hat aber mächtig tiefe Schluchten in das Karstgebirge gegraben. Und so stehen die Häuser der Altstadt aus dem 12 Jhd. auf der einen ‘Uferseite’ und die neueren letztendlich an der spektakulären 100 Meter tiefen Steilklippe gegenüber!

Unser Fazit: einfach LetztendlichGenial;))

2 Gedanken zu „Von Schlunden und Schluchten

    1. Hey! Schön von euch zu hören! Es freut uns natürlich sehr, dass ihr gerne lest! Wir reisen auch gerne*zwinker*
      Bis bald, liebe Grüße

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