Im Land der 1000 Seen, ähh Mücken;)

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Also ganz ehrlich, jetzt sind schon ganz schön wehmütig!! Adieu, På gjensyn, Norwegen !! – Wunderschön war’s !! Danke für Alles !!

Als letzte Aktion in diesem so abwechslungsreichen Land machen wir noch einen langen Spaziergang durch das Sami-Freilichtmuseum kurz unterhalb von Vardø. Hier können wir Siedlungsfunde von 6000 vor Chr. bis 1857 nach Chr. bestaunen.

Da sich die Küstenlinie nach der Eiszeit gehoben hat, befinden sich die ältesten Fundstücke am weitesten vom heutigen Ufer entfernt.

Noch heute zu erkennen sind tatsächlich eine Art Steinfundamente von mehreren zusammenstehenden ‘Häusern’. Außerdem hat man eine ‘Opferstätte’ mit mystischen Steinkreisen gefunden und ein naheliegendes Steinfeld mit größeren monolithischen Findlingen wurde als Friedhof genutzt. Die Toten wurden vermutlich einfach in Nischen unter die ‘Grabsteine’ gelegt.

In Ufernähe wurde eine traditionelle Kåta aus Torf, Fjellbirkenstämmen und geschichteten Steinen zur Verdeutlichung der kargen Lebensweise aufgebaut. Rentierzüchtende Samen verwenden sie zum Teil noch heute als Sommersitz;).

Übrigens liegt unsere Lieblings-Vogelinsel ungefähr auf der selben Höhe wie Mittelgrönland!! Also befinden wir uns ca. nochmal 1000 km nördlicher als Island! Irre, wenn man sich das so vergegenwärtigt!! Für uns ‘Weich-Ei-Europäer’ ist ein dauerhaftes Leben hier oben kaum vorstellbar…

Anyway, da uns das Internet erzählt hat, dass Lebensmittel in Finnland noch teurer als in Norween sind, decken wir uns noch einmal ein. Dann rollen wir gemeinsam mit der Elli bei Nuorgam über die Grenze nach Finnland…

Unser fünftes Reiseland…

Und dann ist da erst mal – Nichts!… Nicht einmal Mücken!!

OK, es gibt Bäume, Bäume und Bäume, riesige Wassermassen (in dem Fall der Fluss Tenojoki), mäßiges Wetter, endlose, gerade Straßen und – Nichts!
Gut, ein bisschen ungerecht ist das schon, wahrscheinlich, weil wir zuvor im Land der Superlativen, waren;)

Unser erstes Ziel in Nordfinnland ist der 170 km südlicher liegende Ort Inari. Genau, am Inari-See. Der zweitgrößte See Finnlands mit sage und schreibe ca. 3000 Inseln !! – Also doch Superlative! Geht doch;)))
Auf dem dortigen Campingplatz treffen wir uns mit Freunden aus Eichenau, von denen wir wissen, dass sie mit ihrer Rosinante, einem Gespann von Ural, ans Nordkap fahren! – und vorab bekommen wir schon ein mal ein Foto! – Ganzkörpermückenschutz!! *Schock-schwere-Not*, dieses Kleidungsstück fehlt komplett in unserer Sammlung!!

Zunächst herrscht bei uns großer Unglaube – bis wir von einem inarischen Waldparkplatz aus zu einer Brücke über den reißenden Juutuanjoki gehen, bzw. wild um uns schlagend rennen!! Vollkrass! Selbst Drohni ist nach ihrem Flug mit zermatschten Mücken dekoriert! Da der reißende Fluss echt sehenswert ist, halten wir so lange aus wie möglich, fliehen dann aber doch zurück in die Elli und auf den Campingplatz.

Besuch aus der Heimat

Dafür, dass wir einfach ‘links hinten am See’*grins* ausgemacht haben, ist das Timing perfekt!Gerade befüllen wir die zweite Maschine mit Wäsche, da sieht Daniel die Drei an der Rezeption vorfahren!*Yeah*

Die Freude ist riesig! Für uns bringen die Zwei einen Hauch von Heimat in den hohen Norden!
Biljana und Claudius – ein verrücktes Paar! – immer wieder für Überraschungen gut!! Sie waren z.B. schon im Winter mit Zelt in Skandinavien oder, auch im Winter, mit dem Boot in Grönland… *Brrr* – echt hart im Nehmen diese Abenteurer!!

Wir laden zum gemeinsamen Essen in die Komfort-Elli – die Zwei genießen Kaffee, Erdbeerkuchen, Wraps, Bier!(Ja, ein echtes Luxus-Produkt für 12 Euro der Six-Pack) und mückenfreie Wärme.

Die Zeit verfliegt mit tollen Gesprächen und spannenden Reise-Geschichten;)))) Sie versichern übrigens sehr glaubwürdig, dass in Südfinnland ein Outdoor-(Über-)Leben ohne besagtes Kleidungsstück, schier nicht möglich ist – Oh-Ha !
Nach kurzer Nacht und leckerem Frühstück rödeln sie mit geübten Handgriffen alles wieder wohl platziert auf die Rosinante und fahren ‘back-on-track’ weiter Richtung Nordkap. Ihr Urlaub endet in zwei Wochen und der Rückweg soll sie durch Norwegen führen!
Da wird uns wieder ganz deutlich bewusst, was für ein irre Geschenk es ist, ein ganzes Jahr zur Verfügung zu haben!!!

Von ganzem Herzen wünschen wir gute Fahrt, viel Sonne und immer genügend Gummi für Rosi…

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