Białowieża – Europas größter Urwald

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…Gesagt – Getan!

Sobald die Tourist-Info offen hat, schauen wir rein… – und was ein Glück;)) – heute arbeitet ein netter Herr, der Deutsch kann!

Das vereinfacht die Sache mit der Einreisegenehmigung für das Naturreservat auf weißrussischer Seite enorm!*Puh* – Er klärt uns darüber auf, dass die Genehmigung frühestens für den nächsten Tag ausgestellt werden kann – hm – wir brauchen Reisepässe – ja,klar – Krankenversicherung und eben die Erlaubnis der Weißrussen – Kosten 115 Złoty (ca. 25 Euro) – hm, geht noch …

Ah, außerdem müssen wir Eintrittstickets für einen ‘Vergnügungspark’ und ein Gehege in Belarus kaufen – okee…

Ach ja, und wir dürfen nur auf asphaltierten Straßen fahren und ‘Nein’, es gibt keine speziellen Attraktionen…

Alles klar!..Wir möchten dann bitte doch keine Erlaubnis ….;))

Naja, schade eigentlich, aber dieser Aufwand ist uns für dieses Spässle dann doch zu groß…

Somit entscheiden wir uns im polnischen Teil (etwa ein Drittel der ca 1500qkm großen Gesamtfläche) eine ca. 30km große Runde zu radln.

So kommen wir durch den ‘Königs-Eichen-Trail’, sehen u.a. 22 tolle Eichen, von denen die älteste 400 Jahre ist, radln durch Bereiche, in denen Wolf, Luchs, Elch, Wisent, Wildkatze und vieles mehr theoretisch anzutreffen sind (neugierig wären wir ja schon…hat sich aber keins gezeigt..)

Um diese Tiere tatsächlich zu sehen, kann man in das touristisch voll erschlossene Wisent-Zentrum gehen…haben wir natürlich auch gemacht, wenn wir schon mal da sind ;)).

Das Wisent-Zentrum

Allerdings, wie immer wenn für Wildtiere Zäune existieren, beschleicht uns ein beklemmendes Gefühl…artgerecht?…Naja!…

Jedoch: Nachdem freilebende Wisente in Europa durch ausufernde Bejagung 1919 schon ausgestorben waren, können im Nationalpark heute wieder ca 450 Tiere, vom Menschen ungestört, leben…

Diese Vorstellung gefällt uns natürlich schon gut!

Das 157 km² große ‘Kerngebiet’ des Urwalds wurde schon 1932 unter Schutz gestellt. Davon sind 47 km² sogar, gegen Entgelt;), nur mit einem Guide zu betreten. Uns reichen die restlichen 110 km²;).

Wir sehen richtig tolle Bäume (haben wir schon mal erwähnt, dass wir Bäume lieben??;)) ) und jede Menge sich selbst überlassene Natur…

Rechtzeitig vor dem Gewitter am Nachmittag sind wir wieder an der Elli.

Hier auf dem Parkplatz ist relativ viel los, wir überlegen, ob es eventuell am nördlichen Ende des Parks, in Narewka, vielleicht doch ein bisschen einsamer ist…

Nördlicher Teil des Schutzgebietes bei Narewka

So wechseln wir noch am selben Tag den Standort ;))
Und tatsächlich, wir finden ein kleines Parkplätzle und kein Souvenir-Standl, keine Musik, kein Busparkplatz – nichts touristisches empfängt uns!! – Klasse! So genießen wir sogar das gewaltige Gewitter über uns, und die spätere Abendstimmung, schlafen gut und ‘schlagen’ uns am nächsten Morgen in diesem Teil des Parks ‘in die Büsche’*grins*.

Hier begegnen uns auf der gesamten Strecke von wieder ca.30km vielleicht 15 Menschen. Im frisch gewaschenen Urwald stehen Eichen, Linden, Birken, Kiefern, Fichten und kleine Buchen direkt nebeneinander – das haben wir beide so noch nicht gesehen oder wahrgenommen…einfach grandios! – keine Monokultur.

Es ist wunderschön hier, oft gibt es einen HALT!, um einen besonders schönen Baum anzuschauen oder – Überraschung! – zu fotografieren;)))), oder Tierspuren zu ‘lesen’ (Wir glauben wir haben Hirsch- und Wolfsspuren entdeckt)..oder so…

Die höchsten Bäume sind ungefähr 32m hoch und der dickste hat etwa viereinhalb Meter Umfang… Da die Bäume sehr eng stehen, wachsen sie sehr hoch, bis die Krone sich ausbreiten kann. Dadurch werden sie allerdings ‘kopflastig’ und kippen um oder brechen ab. Sie werden also nicht ganz so dick oder ganz so alt wie ihre freistehenden Kollegen….

Ähh;)) – haben wir eigentlich schon mal erwähnt?*hihi* – Wir lieben Bä….

Auf dem Heimweg entdecken wir eine Raststation mit Schlafmöglichkeit für Radl-Fahrer. Aha, sehr interessant! Dazu, eine info-Tafel über den ca 2000km langen ‘Green-velo’-Radweg quer durch Polen ;)…

Nee, keine Sorge, den wollen wir nicht machen!*grins*

ABER: Eins der abgebildeten Fotos zeigt einen Abschnitt durch ein Sumpfgebiet mit befahrbaren Holzstegen und einer selbst zu bedienenden Floßfähre!…Uii-das sieht cool aus!!!

Somit steht unser nächstes Ziel fest: Waniewo, bissal östlich von Warschau ;)))…

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