unser 11tes Reiseland…

Travelers' Map is loading...
If you see this after your page is loaded completely, leafletJS files are missing.

…und wir sind in Polen !

Kurz vor der Grenze, die als solche nicht mehr zu erkennen ist, füllen wir nochmal Gas, Diesel, Lebensmittel und, megawichtig!, Eis;) auf. Der Plan ist nämlich an einen der 2700 Seen in den wunderschönen Masuren zu fahren und 3-4 Tage auszuruhen.

Für Polen sind wir zu unserer Freude wieder stolze Besitzer eines WoMo-Reiseführers.

Unser Plätzli in Magdalenowo

In diesem entdecken wir auch gleich einen kleinen, charmanten Campingplatz in Magdalenowo, direkt am See, mit Kanu-Verleih und herrlichem Blick auf das Kamaldulenserkloster Wigry (eremitischer Orden, ursprünglich aus Italien) – was will man mehr?!

Da Polen zwar EU, aber nicht in der Euro-Zone ist brauchen wir noch Zloty. In Suwalki finden wir auch gleich einen Bankomaten*läuft*. Ganz in der Nähe sitzt ein alter Mann mit frischen Pfifferlingen und Blaubeeren;). Nach etwas hitzigen ‘Nein-soviel-brauchen-wir-nicht-wieviel-kostet-das-Hände-und-Füße-Verhandlungen’;)) und ein paar Schreckensminuten ergattern wir bei ebenso hitzigen 34 Grad ein feines Schattenplätzle unter Bäumen*puh*.

Jetzt brauchen wir uns erst mal eine Abkühlung und erholen uns vom eben Erlebten.

Denn kaum hatte der Mann unseren viel zu großen, vom Bankomaten so bekommenen, 100 Zloty-Schein in der Hand, schob er alle Schwammerl und Beeren zu uns rüber und verschwand wild gestikulierend!! Ups!!?!?!?!?!*guckstDublöd* Es hat echt ein bisserl gedauert, bis wir kapiert haben, dass er sich auf die Suche nach Wechselgeld begeben hat und wir auf seine Waren aufpassen sollten!!*uff*

Noch am Abend zieht Sturm auf und aus 34 Grad werden ratzfatz 18!
Die ganze Nacht und dem nächsten Tag regnets und regnets und regnets! DER perfekte Tag zum Ausruhen! So kann das klappen, mit unserem Chill-Plan;): Schön gemütlich die Heizung anmachen (is ja fast ein bisserl peinlich;)), aber warm isses, hihi), Reiseberichte schreiben, Bilder sortieren und raussuchen, lesen, dösen! – herrlich!!

Ab und zu kommt mal der Gedanke auf, ob der Tisch eigentlich nicht schräger ist, als zum Zeitpunkt als wir angekommen sind…?!?!

*Grübel*-Ach nö, basst scho (-das bayrische!*grins*…)

So verdödeln wir den ganzen Tag, lernen aber nebenbei unsere Zelt-Nachbarn, Almut und Berthold zwei Vielreiser von der schwäbischen Alb kennen. Die beiden machen sich DEM Wetter echt zu ner Radl-Tour auf*Respekt* – Sind wir Weicheier? – Nöö! (-diesmal das sächsische;) )

Im immer schräger werdenen Bett und mangels Auslastung schläft der Sachse etwas unruhig und wir beschließen, nach dem Frühstück umzuparken. Dieses wunderbare Schattenplätzli ist durch den Regen zum Sumpf mutiert und ist dabei die Elli zu verschlucken! OhOh, kommen wir da wohl wieder raus?
NÖ!!(diesmal ein multikulturelles;)) )

Es bedarf drei starke Polen, die’s beinah schaffen*hauruck*- aber erst als Susi mitschiebt kommt die Elli frei!! Hihihi – Tatsächlich so passiert!!*gröhl* – Frauenpower halt!!

viel ursprüngliche Natur

Vom neuen, trockenen Sonnenplätzli aus startet mann, zwecks der Auslastung, zu einer 47km Radl-Tour, die wunderschönen Seenlandschaft der Masuren zu erkunden.

Frau rüstet lieber die Gitarre mit neuen Saiten aus und dödelt weiter. Später machen wir ‘Große Wäsche’ ;)) und genießen nochmal den See per SUP.*perfekt*

Am Abend empfangen wir ausnahmsweise Gäste. Bei einem gemütlichen Glas Wein schauen sich Almut und Berthold unsere zusammengeschnittenen Europavideos an.

Almut wird’s abwechselnd heiß und kalt;) – sie verträgt die ‘Höhen’ und ‘Abgründe’, die wir auf Island und in Norwegen so bewältigt haben, nicht so gut…*kennenwirschongrins*
Allerdings hören wir den Zweien auch ganz gespannt bei ihren Reise- und Lebensgeschichten zu! Beide so um die Sechzig, beneidenswert fit, fahren im einen Urlaub mal eben 2000km mit dem Radl – im nächsten werden die Strecken mit dem Kanadier zurückgelegt. Mal bis Armenien, mal in Brasilien… Was für tolle Geschichten! – ein Abend reicht da nicht!!

Vorerst muss er das aber – am nächsten Morgen satteln die beiden ihre Räder. Fasziniert stehen wir dabei und beobachten, wie Geschirr, Essen, Kleidung und Zelt alles seinen Platz findet. Sie heben kurz die Räder an. Nach einem kurzes*uff* (es kommen doch ein paar Kilos zusammen!), einem herzlichen “Passt bitte gut auf euch auf!” und “Wir freuen uns auf ein Wiedersehen”, verschwinden die Zwei winkend in Richtung Augustow!! …Beeindruckend !! So etwas würden wir doch auch gerne mal machen….*träum* Naja, kommt Zeit, kommt Idee ;))

Inspiriert durch die Erzählung der Beiden, dass sie mit dem Kanu durch den hiesigen Nationalpark geschippert sind, schauen wir, ob wir ähnliches mit unseren Mountainbikes machen können…

Da war doch…, da stand doch im Reiseführer was von dem größten noch zusammenhängenden Urwaldgebiet in Europa!…mit Wisenten und so!!! Darf man da mit dem Radl durchfahren?…Jep! Hört sich genau nach dem an, was wir suchen!- Suuuper!!

Na gut, dann bleibt’s halt bei zwei Tagen chillen;)

Kloster Wigry

Also schauen wir uns, auch radelnderweise, noch eben die hübsche Klosteranlage an, die sogar schon Papst Johannes Paul II beherbergt hat. Allerdings leben schon seit 200 Jahren keine Mönche mehr hier und seit 1973 entstand hier ein beliebtes Kulturzentrum.

Danach machen wir noch schnell die Elli ‘frisch’ bedanken uns recht herzlich bei den sehr netten Platzbetreibern und schon sind wir auf dem Weg an die weißrussische Grenze zum Białowieża-Nationalpark…

Und wie als persönliches Einladung-Komitee treffen wir am nächsten Morgen auf eine Kranich-Familie! Für uns beide das erste mal in freier Wildbahn*jep*

Ach, und apropos Radl-Fahrer!: Olaf hat sich gemeldet und gefragt, ob es sein kann, dass er uns vor zwei Tagen an der polnischen Grenze gesehen hat!..Wie?!?! Ja, wir schon!!,….ABER, wie geht das denn?!?! ER auch? Er ist doch mit dem Radl und wir mit der Elli unterwegs!! Echt verrückt, diese Rad-Reisenden! Von Vilsandi/Estland bis zur polnischen Grenze in, rechenrechen… Am 28.7. waren wir in Vilsandi…über die Grenze sind wir am 10.8..Boah, in 13 Tagen hat Olaf diese Strecke zurückgelegt!*Staun*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.