nicht lustig…

..schon ziemlich seit Anfang unserer Reise begleiten uns die Spuren des zweiten Weltkriegs….

Travelers' Map is loading...
If you see this after your page is loaded completely, leafletJS files are missing.

Hier spitzt sich das Ganze aber zu…in Form eines Bunkermuseums über den Wahnsinn ‘Atlantikwall’ !!!!

Erinnerung an die Landung der Alliierten

Das deutsche Hauptquartier bis zum D-Day

‘Le Grand Bunker’ steht in Ouistreham, Basse-Normandie, ca. 60km westlich von Le Havre. Es ist eines von sehr vielen Museen dieser Art, in dieser Region…
Der riesige Betonklotz diente bis zum 6.Juni 1944 (D-Day, Tag der alliierten Landung) als deutsches Hauptquartier. Gleich im Eingangsbereich erfahren wir, dass der britische Leutnant Bob Orrell am 9.Juni den Bunker ‘einnahm’ und dabei 53 Gefangene machte…

Dann können wir uns in dem 17m hohen Mahnmal auf 6 Ebenen durch den nachgestellten Maschinen-, Gasfilter-, Schlafraum, Waffenkammer, Munitionslager, Krankenstation, Medikamentenlager, Funk- und Telefonzentrale und Beobachtungsposten frei bewegen. Situationen sind aufgebaut, Schaukästen an der Wand informieren – leider nur in Englisch und Französisch – wir verstehen bei weitem nicht alles… brauchen wir auch nicht – uns sind solche Orte eh im höchsten Maße UNVERSTÄNDLICH!!!

Organisation Todt

Ein Schild mit der Aufschrift: erbaut durch OT, 1943-44 und die Fragen: Wer war OT? und: Wie ging das so schnell? haben sich bei uns festgesetzt, so dass wir nachgelesen haben…

OT – für Organisation Todt (nach dem Bauingenieur Fritz Todt), eine paramilitärische Bautruppe des NS, die vor allem für Baumaßnahmen in besetzten Gebieten zuständig war…Alleine der Atlantikwall sollte 5000km Küstenstrecke sichern!! Mit geplanten 15.000 Betonbauten, wovon 8.000 realisiert wurden…

1938 gegründet bestand die Bautruppe zunächst hauptsächlich aus freiwilligen Hilfskräften aus westeuropäischen Ländern, nach Kriegsbeginn immer mehr aus Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen, KZ-Häftlingen, Menschen aus Arbeitserziehungs- und anderen Gefangenenlagern. Ende 1944 verfügte die Organisation Tod(t) über 1.360.000 Arbeitskräfte, davon waren nur noch 14.000 “wehruntaugliche” Deutsche… – ohne Worte!!!!!!

Im Museum begegnen uns sehr viele französische Schulklassen – gehört hier offensichtlich zur Allgemeinbildung – gut so…

Ein sehr eindrücklicher Besuch…

….wieder draußen, brauchen wir erst einmal einen Spaziergang zum Strand, begegnen dort dem ‘Arbre de la liberté'(2014) und kommen tief bewegt zu einem Entschluss:

Sofern uns nicht irgendetwas wegen ‘Extrem-Wichtig’ umstimmt, sind wir Beide uns sehr einig, dass das Kapitel ‘zweiter Weltkrieg’ hiermit für den Rest dieser Reise geschlossen wird!!

Alle Monumente, Denkmäler, Museen usw. sind zur Aufarbeitung dieses unermesslichen Wahnsinns sehr wichtig und richtig und es tut uns für jedes geschehene Unrecht sehr leid….

ABER: WIR leben mit höchstem Respekt all unseren Mitmenschen und der Natur gegenüber! ..

UND: WIR können Geschichte nicht umschreiben….

Ganz können wir uns sowieso nicht entziehen. Da wir uns auf der ‘Route Liberation'(die Route der Befreiung durch die Alliierten) befinden schlafen wir diese Nacht wieder ganz in der Nähe einer großen Bunkeranlage und am nächsten Tag begegnet uns auf dem Weg in Grandcamp-Maisy das Mahnmal ‘Statue des Weltfriedens’ (Statue de la paix au peuple de normandie, 2004) 15Meter hoch, aus hochglänzendem Edelstahl…

…und seine Nachwirkung

– ist ja vielleicht unpassend, aber ‘Frieden’ können wir beide heute auch gut brauchen, da durch die katastrophale ‘Zustandslage’ der Ver- und Entsorgungs-Stationen und die unterschiedlichen Meinungen über die Notwendigkeit des Versorgens, der Haussegen stark ins Wanken geraten ist…

Nach bestimmt 6 x Station raussuchen, Koordinaten eingeben, anfahren und kaputt, verstopft oder sonstwie defekt antreffen, haben wir endlich mit Nr.7 eine funktionierende auf einem Bauernhof gefunden…
Die Schlafplatz-Lage entspannt sich dafür*gottseidank*

Es wird besser;)…

An diesem Teil der Küste ist jetzt weniger los, die Orte bildhübsch, mit riesigen Bananenbäumen und südländischem Flair – wir staunen und freuen uns riesig ;))) – *Balsam-für-die-Seele* ;))) – So kann’s weitergehen….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.